Kirchplatz

Bis 1813 war der heutige Kirchplatz als Kirchhof Begräbnisstätte für die Hattinger Bürger. Dann wurde der Friedhof aus hygienischen Gründen vor die Stadtmauer verlegt. Einige Grabplatten des alten Kirchhofs um die St.-Georgs-Kirche sind noch erhalten geblieben.

Der geschlossene Ring aus Fachwerkhäusern steht auf ursprünglich kirchlichem Besitz. Als Grundsteuer wurde kein Geld, Haustiere oder Getreide verlangt, sondern Bienenwachs. Aus dem Wachs wurden Kerzen zur Beleuchtung der Kirche gemacht. Daher heißen die Häuser am Kirchplatz auch Wachszinshäuser.

Einige Gebäude am Kirchplatz verdienen eine besondere Beachtung.

 

Das Gebäude Kirchplatz 15 steht an der Stelle der Hattinger Münze. Schon im 13. Jahrhundert wurden in Hattingen unter Graf Engelbert von der Mark Münzen geprägt.

Schon um 1400 ist für Hattingen eine Lateinschule belegt. 1584 wurde sie zu einer evangelisch- lutherische Stadtschule umgewandelt. Das heutige Gebäude Kirchplatz 17 stammt aus dem Jahre 1721. Als die Schule zu klein wurde, baute man ein neues, größeres Schulgebäude nebenan, das Haus Kirchplatz 19. Im November 1824 konnte der Unterricht aufgenommen werden. 

Das Haus Kirchplatz 6-8 beherbergte 330Jahre lang die Löwenapotheke. Erst 1982 zog die Apotheke zur St.-Georg-Straße um.

 „Hattingia“ heißt die Marmorstatue auf dem hinteren Kirchplatz Sie trägt eine fünftorigen Mauerkrone auf dem Haupt und den Wappenschild der Stadt zur Seite, in ihren Händen einen „Immortellenkranz“ als Zeichen der Unsterblichkeit haltend. Sie wurde von dem Hildesheimer Bildhauer Küsthardt zur Erinnerung an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71 geschaffen und am 05.08.1876 feierlich enthüllt.

Hattingen Kirchplatz
Hattingen Kirchplatz
Hattingen Kirchplatz
Hattingen Kirchplatz Hattingia
Hattingia am Kirchplatz
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